Datum: 24.06.2017
Alarmzeit: 08:00 Uhr
Einsatzort: Jahnsdorf OT Pfaffenhain, Wilhermsdorfer Straße - Feuerwehrtechnisches Zentrum

DME-Meldung: Massenanfall an Verletzten nach mehreren VKU's mit Bussen, PKW's und LKW

Fahrzeuge Feuerwehr Bockau: ELW, LF 16/12 (Löschzug Retten II)

 

weitere Kräfte: Löschzug Retten II Erzgebirge

LF 16/12 Geyer

RW 1 Unterwiesenthal

 LF 16-TS Oberdorf

 DLK 23-12 Oelsnitz/Erz.

 Bergwacht Oberwiesenthal

 TEL Stollberg

 Organisatorischer Leiter Rettungsdienst Annaberg

 Leitender Notarzt Annaberg

 Führungsgruppe Annaberg

 SEG Malteser Annaberg

 SEG DRK Aue-Schwarzenberg

 Versorgungskomponente Malteser Annaberg

 THW OV Annaberg

 Kriseninterventionsteam Stollberg

 Funkstreifenwagen Polizei

 Landratsamt Erzgebirgskreis

 

 

Der Katastrophenschutz Erzgebirgskreis führte wie letztes Jahr eine Vollübung mit ausgewählten Einheiten des Katastrophenschutzes durch. Der 2. KatS-Löschzug Retten sollte bei dieser Übung wieder mit zum Einsatz kommen. Wir machten uns also mit unserem Einsatzleitwagen und dem Löschgruppenfahrzeug, welche in diesem Löschzug integriert sind, auf den Weg zum Bereitstellungsraum nach Jahnsdorf. Nach Begrüßung durch den Landrat und kurzer Einweisung der Übungsleitung wurden auch schon die ersten Kräfte alarmiert. Von dem Bereitstellungsraum rückten die verschiedenen Einheiten zum Übungsgelände aus. Wir erhielten vom ersteintreffenden Gruppenführer der Feuerwehr Oberdorf und vom Leitenden Notarzt eine Einweisung in die Lage. Der Zugführer und die Gruppenführer unserer Einheit gingen zur weiteren Lageerkundung über das Übungsgelände. Schnell wurde klar das weitere Kräfte benötigt werden, da 3 verschiedene Verkehrsunfälle, eine eingestürzte Hauswand und 2 verletzte Personen auf einem Gittermast zu dem Übungsszenario gehörten. Dazu kamen eine Vielzahl von Verletzten, Betroffenen und einige eingeklemmte Personen. Weitere Kräfte wurden nachgefordert, wie zum Beispiel das THW und die Bergwacht.

Der Zugführer übernahm die Gesamteinsatzleitung und ein Führungsassistent wurde zum Führer unseres Löschzuges Retten. Unser Löschfahrzeug kümmerte sich zuerst um die Rettung zweier eingeschlossener Personen aus einem LKW. Danach ging es zur Unterstützung des Rüstwagens zu einem auf der Seite liegenden Schulbus. Aus diesem mussten zahlreiche leichtverletzte und 2 schwerverletzte Personen gerettet werden. Dies musste zum Teil über Steckleiterteile und mittels Schleifkorbtrage erfolgen. Die geretteten Personen wurden zum Behandlungsplatz transportiert und an die Einheiten des Rettungsdienstes übergeben. Am ELW wurde parallel die Dokumentation für den Einsatz durchgeführt und eine Übersicht über die 5 Einsatzabschnitte erstellt. 

Bei dieser Übung wurde unsere Führung vor neue Herausforderungen gestellt. Erstmals musste die Gesamteinsatzleitung übernommen und die Führungsstrukturen in unserem Zug angepasst werden. Dies wurde nach kurzer "Chaosphase", welche es in jedem Einsatz gibt, gut strukturiert gemeistert. Es konnte das erlernte Wissen angewendet und neue Erfahrungen gesammelt werden.

Der Zugführer, welcher von der Feuerwehr Bockau gestellt wird, war mit der Arbeit seiner Mannschaft und der anderen Hilfsorganisationen sehr zufrieden. Die Zusammenarbeit mit den anderen Feuerwehren aus unserem Löschzug, Geyer und Unterwiesenthal, hat reibungslos funktioniert. Alle haben Hand in Hand gearbeitet und sich gegenseitig unterstützt. 

 

Wir sind als Katastrophenschutzeinheit für den Ernstfall gut vorbereitet, jedoch hoffen wir das es nie dazu kommen muss.. 

Retter trainieren in Pfaffenhain

Einsatzkräfte aus dem ganzen Kreis dabei

Pfaffenhain. Drei Busse, ein Laster und mehrere Autos sind in Unfälle verwickelt. Rund 30 teils eingeklemmte und verletzte Personen galt es zu retten. Unter ihnen sogar zwei verstörte Unfallbeteiligte, die auf einen Mast geklettert sind.

Dieses Szenario wurde am vergangenen Samstag auf dem Gelände des Feuerwehrtechnischen Zentrums in Pfaffenhain trainiert. Im Einsatz waren Einheiten der Feuerwehren aus Stollberg und Oberdorf, die Katastrophenschutzzüge aus Geyer, Bockau und Unterwiesenthal, die Schnell-Einsatz-Gruppe des Kreisverbandes Aue-Schwarzenberg, der Malteser Hilfsdienst, die Bergrettungsgruppe aus Oberwiesenthal, das Technische Hilfswerk und weitere Helfer.

Im Szenario ist ein Bus mit Kindern gegen eine Hauswand geprallt, umgestürzt und mit dem Gegenverkehr zusammengekracht. Zwischen zwei weiteren Bussen war ein Kleinwagen mit Personen auf der Seite liegend eingeklemmt. Zusätzlich ist ein Laster mit zwei weiteren Autos zusammengestoßen. Das Technische Hilfswerk musste die durch den Bus einsturzgefährdete Hauswand sichern.

Quelle: Freie Presse